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    Ausfuhr außerhalb der EU: Welche Ausfuhrdokumente benötigen Sie?

    Der Export von Stückgütern in Länder außerhalb der EU ist mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden. Welche Dokumente Sie benötigen, hängt unter anderem vom Produkt, dem Bestimmungsland und dem Transportmittel ab. Wir möchten Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Exportdokumente geben, damit Sie weiterhin „den Wald vor lauter Bäumen sehen“.

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    FRACHTDOKUMENTE

    Um Waren ins Ausland zu transportieren, benötigen Sie ein Frachtdokument. Es stehen verschiedene  Dokumente zur Verfügung, jeweils für eine andere Transportart. Weitere Informationen zu den verschiedenen Transportmöglichkeiten finden Sie hier.

    ZOLLDOKUMENTE UND HS-CODE

    Für die Ausfuhr von Gütern in ein Land außerhalb der EU ist eine Zollanmeldung erforderlich. Für Ihre Zollanmeldung benötigen Sie den Warencode oder HS-Code (Harmonisiertes System) Ihrer Güter. Dies ist ein 10-stelliger Code, der weltweit verwendet wird. Den Warencode finden Sie in der Nutzungsrate oder in der Marktzugangsdatenbank. Die Erstellung eines Warencodes ist jedoch nicht immer einfach. 

    Ausfuhr- und Ursprungsdokumente

    Die nachfolgenden notwendigen Ausfuhr- und Ursprungsdokumente können Sie die Handelskammern oder Zollamt beantragen:

    • Ursprungszeugnis: Dieses Zertifikat bescheinigt das Land, in dem ein Produkt hergestellt wurde. Manchmal verlangen Länder außerhalb der EU ein solches Zertifikat, z. B. wegen eines Boykotts oder Einfuhrbeschränkungen. Ein Vorteil eines Ursprungszeugnisses ist, dass man in einigen Ländern weniger oder gar keine Einfuhrzölle zahlen muss.
    • 1 / EUR-MED: Die EU hat mit mehreren Ländern Freihandelsabkommen geschlossen. Dies führt häufig zu einer Ermäßigung oder Befreiung von den Einfuhrabgaben bei der Einfuhr von Ursprungserzeugnissen. Um davon zu profitieren, benötigen Sie ein EUR.1 oder EUR-MED Zertifikat.
    • Legalisierung / Beglaubigen von Exportdokumenten: Die Legalisierung einer Unterschrift oder Beglaubigung eines Dokuments schafft zusätzliche Rechtssicherheit im internationalen Handel. Manchmal ist sogar eine Legalisierung oder Beglaubigung vorgeschrieben.
    • Carnet ATA: Wenn Sie vorübergehend Produkte - wie z. B. Ausstellungsmaterial oder Werkzeuge für Reparatur und Service - exportieren, können Sie ein Carnet ATA zum Vermeiden von Verzögerungen und Verwaltungsaufwand verwenden. Sie zahlen keine Umsatzsteuer, Einfuhrabgaben oder Kautionen und die Zollverfahren werden stark vereinfacht, da Sie nur ein Dokument benötigen.

    Zusätzlich zu den oben genannten Dokumenten gibt es verschiedene andere Erklärungen, die Sie - wenn nötig - selbst abgeben müssen. Beispiele sind eine Rechnungserklärung oder eine Lieferantenerklärung, die Sie als Händler bei der Handelskammer benötigen, um ein EUR.1 oder EUR-MED-Zertifikat oder ein Ursprungszeugnis zu erhalten. Für den Export in bestimmte Länder sind zusätzliche Exportdokumente erforderlich. Für die Türkei benötigen Sie beispielsweise ein ATR-Zertifikat oder ein Exporter Registry Form (für bestimmte Textilprodukte).

    WEITERE INFORMATIONEN

    Möchten Sie mehr über die Ausfuhr von Gütern in Länder außerhalb der EU erfahren? Laden Sie unser praktisches Whitepaper:  „Export von Stückgütern in Länder außerhalb der EU“ herunter. Sind Sie an der Ausfuhr interessiert? Werfen Sie einen Blick auf unser aktuelles Stückgut-Angebot.

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    Tags: Restposten, Ausfuhr von Stückgütern